Stellungnahme des zivilgesellschaftlichen Netzwerks AK Rohstoffe zum BMZ- Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“
Als zivilgesellschaftliches Netzwerk, warnen wir: die deutsche Entwicklungszusammenarbeit darf nicht zu einem Förderinstrument deutscher Wirtschafts- und Rohstoffinteressen verkommen.
Als zivilgesellschaftliche Organisationen des AK Rohstoffe haben wir die Vorstellung des Aktionsplans „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ am 7. Oktober 2025 mit großer
Sorge zur Kenntnis genommen. Damit geht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen deutlichen Schritt in Richtung engerer Einbindung deutscher Unternehmen in die entwicklungspolitische Arbeit und öffnet sich einer strategischen Ausrichtung an deutschen Wirtschaftsinteressen, unter anderem mit dem Ziel, Märkte zu erschließen und die Versorgung mit sogenannten kritischen und strategischen Rohstoffen zu sichern. Wir fürchten, dass diese zunehmende Ausrichtung des Ministeriums an deutschen Unternehmensinteressen eine
folgenschwere Vernachlässigung seiner Kernaufgaben und eine Marginalisierung der Anliegen der lokalen Bevölkerung in den Zielländern und der globalen Zivilgesellschaft mit sich bringt.
Als zivilgesellschaftliches Netzwerk AK Rohstoffe, in dem Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen seit vielen Jahren zusammenarbeiten, warnen wir: die deutsche Entwicklungszusammenarbeit darf nicht zu einem Förderinstrument deutscher Wirtschafts- und Rohstoffinteressen verkommen.
Infos
- Autor*innen: Julia Albrecht
- Typ: Positionspapier
- Sprache: Deutsch
- Kategorien: Menschenrechte und Wirtschaft, Rohstoffgerechtigkeit
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