Zum Inhalt springen - Hochkontrast

Internationales Bündnis von 67 Organisationen kritisiert Weltwirtschaftsforum in gemeinsamer Erklärung

von Julia Albrecht

Eine Koalition von 67 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 26 Ländern kritisiert das Weltwirtschaftsforum als Symbol für ein autoritäres Wirtschaftssystem, das die Welt in Kriege, soziale und ökologische Krisen treibt. In einer internationalen Erklärung fordern sie, das Weltwirtschaftsforum mit solidarischen Alternativen wie dem Weltsozialforum zu ersetzen und eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft mit einem Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur.

Die deutsche Menschenrechtsorganisation Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED) hat die Erklärung mitverfasst und ist gemeinsam mit einem weiteren Verfasser, Massa Koné einem Mitorganisatoren des Weltsozialforums 2026 (von dem westafrikanischen Netzwerk für Land- und Wassergerechtigkeit „La Convergence Globale des Luttes de Terre et de l’Eau – L’Afrique de Ouest”) beim StrikeWEF Protest mit nach Davos gewandert.

Adrian Schlegel, Vorstand bei WEED erklärt „Wenn sich 67 Organisationen aus aller Welt gegen das Weltwirtschaftsforum zusammenschließen, ist das ein klares Misstrauensvotum gegen eine globale Wirtschaftsordnung, die Ausbeutung organisiert und Macht konzentriert. Weltweit wächst der Widerstand und gleichzeitig der Wille, exklusive Entscheidungsräume zu delegitimieren und gerechte, demokratische und solidarische Alternativen aufzubauen.“

Massa Koné, einer der Hauptorganisatoren des Weltsozialforums 2026, betont: „Wir setzen uns für alternative solidarische globale Foren ein, die von und für die Menschen organisiert werden. Das Weltsozialforum 2026 in Benin wird die Menschen befähigen, sich für eine gerechtere Gestaltung der Lebensgrundlagen selbst zu organisieren.“

Interviews mit Vertretern der initiierenden Organisationen sind möglich.

Die vollständige Erklärung mit den Unterzeichner*innen finden Sie ab 19.01. 8:00 Uhr hier.

Kontakt für Interviews

16.–19.01.2026: Telefonisch und vor Ort in Davos

Adrian Schlegel (Vorstand von WEED-Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung)

+49 163 337 6965

Adrian.schlegel@weed-online.org